Reisen: Thrombose droht ab vierstündigem Sitzen

Im nun dritten Pandemie-Jahr begeben sich die Menschen allmählich wieder auf Reisen, auch in die Ferne. Wer lange sitzt, riskiert aufgrund des verlangsamten Blutflusses in den Beinen mitunter eine tiefe Beinvenenthrombose oder gar eine nachfolgende Lungenembolie. Mitunter manifestiert sich das noch vier bis acht Wochen später. Die Prophylaxe richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil.

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Füße wippen, aufstehen, genug trinken 

Eine Reisethrombose kann nicht nur bei Flugreisen sondern auch im Auto oder bei Busreisen entstehen. Wer länger als 4 Stunden unterwegs ist, tut gut daran, regelmäßige Bewegungspausen einzulegen, nach Möglichkeit aufzustehen oder zumindest mit den Füßen zu wippen, um die Wadenmuskelpumpe zu aktivieren. Ein Gangsitz kommt dem entgegen. Wichtig ist auch, ausreichend zu trinken – nicht Alkohol, nicht Kaffee –, um eine Hämokonzentration zu vermeiden. Die Kleidung sollte nicht einengen.   

Empfehlungen für Risikopatient*innen

Bestimmte Faktoren wie etwa ein Alter über 60 Jahre, Schwangerschaft, Vermehrt auftretende Thrombosen in der Familie sowie starkes Übergewicht, Rauchen und andere chronische Erkrankungen erhöhen das Risiko einer Thrombose. Bei maximal zwei Risikofaktoren sollten Betroffene nach Einschätzung von Expert*innen angepasste Kompressionsstrümpfe tragen, die mindestens bis zum Knie reichen. Hochrisikopatient*innen, etwa mit einer Krebserkrankung oder bereits durchgemachter Thrombose, benötigen mitunter zusätzlich ein Medikament, das die Blutgerinnung hemmt.  

Quelle:

Ärztezeitung

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