KiGGS: Kinder haben häufiger Allergien

Heute leiden mehr Kinder und Jugendliche hierzulande an Heuschnupfen oder Asthma als noch vor ein paar Jahren. Das ergab die jüngste Erhebung der KiGGS-Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) des Robert Koch-Instituts. Demnach ist fast jedes sechste Kind von einer allergischen Erkrankung betroffen.

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Neun Prozent leiden an Heuschnupfen

Insgesamt zeichnen die Ergebnisse der KiGGS-Studie ein positives Bild der Gesundheitssituation und der gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Zu den größten Gesundheitsproblemen zählen allerdings weiterhin allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis. Etwa neun Prozent der Heranwachsenden leiden aktuell an Heuschnupfen, sechs Prozent sind von Neurodermitis und vier Prozent von Asthma bronchiale betroffen. Im Vergleich zu vorherigen Studien ist somit nur die Zahl der Neurodermitis-Fälle rückläufig.

 

Frühzeitig Allergietests machen

Allergische Erkrankungen beginnen meist schon im Säuglings- und Kindesalter. Mit Labortests können Mediziner die Allergien allerdings schon früh erkennen und behandeln. Bluttests spüren etwa Antikörper auf. Hauttests stellen Reaktionen auf Allergene fest, die oberflächlich in die Haut injiziert oder auf die Haut aufgebracht werden. Für Kinder wird der schonendere Bluttest empfohlen, da der Hauttest oft einen unangenehmen Juckreiz auslösen kann. Je früher man solche Tests durchführt, desto eher lässt es sich vermeiden, dass aus den anfangs leichten Formen schwere Erkrankungen werden.

 

Quellen:

KIGGS-Studie 

Robert Koch-Institut

 

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Allergie

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