Keine Angst vorm Osterei

Im Osternest, zum Osterfrühstück, im Osterlamm – an Ostern haben Eier Hochkonjunktur. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland verspeisen zwischen Karfreitag und Ostermontag deutlich mehr Eier als sonst. Dem Cholesterinspiegel schaden ein paar Eier mehr an Ostern jedoch nicht.

Bunte Ostereier auf Frühlingswiese
Sandra Knopp - Fotolia

Auf die Zubereitung kommt es an

Unbestritten: Zu hohe Blutfettwerte schädigen die Blutgefäße und steigern das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Darum dankt es die Gesundheit, wenn die Cholesterinwerte im Normbereich liegen. Mehr als 250 bis 300 Milligramm pro Tag der Fette sollte man nach Angaben der Deutschen Herzstiftung nicht zu sich nehmen. Ein Hühnerei bringt es zwar auf etwa 400 Milligramm Cholesterin. Davon nimmt der Körper jedoch nur die Hälfte auf. Für den Cholesterinspiegel kommt es vor allem darauf an, wie die Eier zubereitet werden: Butter oder Schmalz als Bratfett für Spiegel- und Rühreier treiben den Cholesterinspiegel deutlich höher als das Gelbe vom Ei.

Blutfettwerte im grünen Bereich halten

Dass meiste Fett verbirgt sich im Eidotter. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zwei bis drei Eier pro Woche. In diese Menge eingerechnet: verarbeitetes Ei in Lebensmitteln wie Mayonnaise, Nudeln, Suppen, Soßen und Backwaren. Wer  grundsätzlich aber sehr wenig tierische Fette isst, darf sich aber sogar im Prinzip zwei Eier am Tag gönnen. Denn für die Gefäßgesundheit zählt die Art der Fette. Lebensmittel mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren (etwa Fisch, Nüssen, Olivenöl) können sogar helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Wie es um diesen bestellt ist, zeigen Blutanalysen aus dem Labor. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen wie dem Check-up 35 kann jeder gesetzlich Versicherte seine Blutfettwerte alle zwei Jahre kontrollieren lassen.

 

Quellen:

Deutsche Herzstiftung

Deutsche Gesellschaft für Ernährung