Katzenbiss: Antibiogramm zur besten Therapie

Wenn Minka zubeißt, blutet die Wunde mitunter nicht einmal. Ein medizinischer Notfall ist der Katzenbiss dennoch. Da sich in der Mundhöhle der Stubentiger jede Menge Bakterien tummeln, empfehlen Mediziner*innen eine Behandlung mit Antibiotika. Diese schlägt umso besser an, je präziser das Medikament wirkt. Ein Antibiogramm klärt, welcher Wirkstoff es sein muss.

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Vor dem Verband eine Gewebeprobe entnehmen

Die Reißzähne von Katzen laufen nach unten schmal zu. Daher versteckt sich der größte Teil der Wunde unter der Haut. Patient*innen mit Bisswunden sollten in der Regel sofort Antibiotika erhalten. Allerdings wirkt das Standardmedikament nicht immer, da Erreger zunehmend resistent werden. Darum sollte Ärzt*innen vor dem Spülen und Verbinden der Wunden eine Gewebeprobe entnehmen. Sie kann anschließend im Labor bebrütet werden, um zu klären, welche Erreger genau bekämpft werden müssen. Mitunter reicht es nicht, die Medikamente zu schlucken. Dann kann es nötig werden, die Antibiotikatherapie über einen Tropf im Krankenhaus fortzusetzen.

Tollwut-Risiko abklären und impfen

Expert*innen raten zudem, bei jedem Tierbiss abzuklären, ob ein Tollwut-Risiko vorliegt. Hierzulande sind Haustiere in der Regel gegen Tollwut geimpft. Dennoch gilt: Beim geringsten Verdacht sollten Gebissene schnell gegen Tollwut geimpft werden. Bricht die Tollwut bei einem Menschen aus, so endet sie immer tödlich. Darum gilt die Impfempfehlung auch  für Säuglinge und Schwangere. Die Impfung erfolgt in den Muskel an den Tagen 0, 3, 7, 14 und 28 nach dem Biss.

 

Quelle:

Medical Tribune

 

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