Internationale Studie: Menschen werden älter, aber nicht gesünder

Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rauchen, Bewegungsmangel und falsche Ernährung – laut der Studie „Global Burden of Diseases“ schränken vor allem diese Faktoren in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen die Lebensqualität im Alter ein. Die Forscher empfehlen zur Prävention vor allem Lebensstilanpassungen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen den Weg zum gesünderen Altern.

Älteres Paar geht im Septembersonnenschein spazieren.
Robert Kneschke - fotolia.com

Risiken für die Gesundheit

Grundsätzlich positiv fällt die Analyse der Lebenserwartung in der GBD-Studie aus: Weltweit leben die Menschen durchschnittlich zehn Jahre länger als noch vor 25 Jahren. Rund vier dieser zusätzlichen Jahre leiden sie jedoch an einer Vielzahl von Erkrankungen. Deutsche Frauen in Deutschland, die im Schnitt inzwischen 83 Jahre alt werden, sind etwa elf Jahre davon krank. Als wichtigste Risikofaktoren für beide Geschlechter hierzulande haben die Forscher Bluthochdruck ausgemacht, gefolgt von Rauchen, Übergewicht, hohen Blutzucker- und Cholesterinwerten sowie übermäßigem Alkoholkonsum.

Labortests und Vorsorgeuntersuchungen nutzen

Wie es um die eigene Gesundheit bestellt ist, zeigen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Dazu gehört auch der Check-up 35. Er steht allen gesetzlich Versicherten in Deutschland alle zwei Jahre kostenfrei zu. Anhand von Blut- und Urinwerten können Ärzte frühzeitig drohende Krankheiten erkennen, behandeln oder gar verhindern. Ein leicht erhöhter Blutzuckerwert etwa lässt sich häufig durch Ernährungs- und Lebensstiländerungen positiv beeinflussen, statt ein handfester Diabetes zu werden; zu hohe Blutfettwerte müssen sich ebenfalls nicht zwingend zu Herz-Kreislauf-Problemen auswachsen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen Betroffenen, den Erfolg ihrer Bemühungen zu überprüfen.

 

Quellen:

Medscape

The Lancet

Weitere Informationen zu diesen Themen