Grippeimpfung: STIKO empfiehlt Hochdosis-Impfstoff für alle ab 60 Jahre

Die saisonale Grippe stellt gerade in Corona-Zeiten ein weiteres Risiko insbesondere für ältere Menschen dar. Eine Impfung schützt gegen Influenza. Weil das Immunsystem im Alter schwächer wird, empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO eine Hochdosis-Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren.

Kranker älterer Mann liegt mit Fieberthermometer und Wärmflasche auf dem Sofa.
Ljupco Smokovski | Adobe Stock

Viel hilft viel

Bisher ist der Hochdosis-Impfstoff erst ab einem Alter von 65 Jahren zugelassen. Geht es nach der STIKO, soll sich das möglichst bald ändern. Modellrechnungen zeigen: Ein Hochdosis-Impfstoff gegen Grippe kann selbst in einer schwachen Grippe-Saison gut 23.000 Arztbesuche, mehr als 300 stationäre Behandlungen und 163 Todesfälle verhindern.

Höherer Antigengehalt im Impfstoff

Die bessere Wirksamkeit resultiert aus einem höheren Antigengehalt im Impfstoff. Dieser verbessert die Immunantwort: Die B-Lymphozyten produzieren mehr Antikörper und T-Killerzellen können die durch Viren infizierte Körperzellen effektiver vernichten. Schwere Komplikationen bei einer Impfung mit dem Hochdosis-Impfstoff beobachten Mediziner*innen bisher nicht. Allerdings treten Kopf- und Gliederschmerzen sowie lokale Reaktionen an der Impfstelle im Vergleich zum herkömmlichen Präparat häufiger auf.

 

Quelle:

Medical Tribune

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