Grippe: Zu viele Senioren ohne Impfschutz

Mit dem Herbst kommt die Erkältungszeit. Aktuell beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) eine steigende Anzahl an Atemwegserkrankungen in ganz Deutschland. Noch sind nur wenige Grippe-Fälle darunter, aber in wenigen Wochen werden sich, wie jedes Jahr, auch die Influenza-Erreger wieder ausbreiten. Sehr heftig war die Grippewelle 2016/17 – 723 Menschen starben damals an der Virusinfektion. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören Senioren – aber nur ein gutes Drittel von ihnen lässt sich gegen Grippe impfen.

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Impfempfehlung für alle über 60

94 Prozent der Todesopfer während der letzten Grippewelle waren über 59 Jahre alt. Da bei vielen älteren Menschen das Immunsystem geschwächt ist, verläuft die Erkrankung bei ihnen mitunter schwerer als bei Jüngeren. Aus diesem Grund empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) Personen ab 60 Jahren, sich jedes Jahr erneut gegen Influenza impfen zu lassen. Außerdem sollten auch werdende Mütter ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und chronisch Kranke die Impfung in Anspruch nehmen.

 

Impfstoff mit dem Arzt besprechen

Da verschiedene Impfstoffe gegen Grippeviren zur Verfügung stehen, sollten ältere Menschen mit ihrem Hausarzt besprechen, welches Mittel den bestmöglichen Schutz für sie verspricht. Unter anderem stehen für Patienten über 65 Jahren Impfstoffe mit einem „Wirkverstärker“ zur Verfügung, die die Schutzwirkung der Impfung erhöhen sollen. Offenbar kann allerdings auch eine positive Stimmung den Impfschutz stärken: Wissenschaftler in Großbritannien konnten nachweisen, dass die Grippeimpfung bei Senioren besser wirkte, wenn sie am Tag der Impfung gut gelaunt waren.

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