Gichtgefahr: regelmäßig Harnsäure messen lassen

Plötzliche Schmerzen, Fieber, geschwollene Zehen- oder Fußgelenke – diese Symptome weisen auf einen akuten Gichtanfall hin. Besonders gefährdet sind Menschen, deren Familienmitglieder bereits von der Krankheit betroffen sind. Sie sollten ihren Harnsäurespiegel vorsorglich regelmäßig kontrollieren lassen, rät der Deutsche Gicht-Liga e.V.

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Zu viel Harnsäure im Blut

Gicht gehört zu den Stoffwechselerkrankungen. Aufgrund einer Störung des Harnstoffwechsels bleibt zu viel Harnsäure im Körper zurück, sammelt sich im Blut an und lagert sich im Organismus ab. Der Harnsäurespiegel gesunder Erwachsener liegt zwischen drei und sechs Milligramm pro 100 Milliliter Blut. Höhere Werte bezeichnen Mediziner als Hyperurikämie. Bleibt sie unbehandelt, kann es zu Gichtanfällen kommen, im schlimmsten Fall entwickelt sich eine chronische Gicht: Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenken, an Sehnen und Schleimbeuteln und in den Nieren ein.

 

Blutuntersuchung zur Kontrolle

Die Neigung zur Hyperurikämie ist erblich. Angehörige von Betroffenen können mithilfe von Bluttests feststellen lassen, wie es um ihren Harnsäurespiegel bestellt ist. Bei Patienten, die zum ersten Mal einen Gichtanfall erleiden, kann der Harnsäurewert zum Untersuchungszeitpunkt jedoch schon wieder im Normbereich liegen. Wiederholte Harnsäuretests erbringen daher aussagekräftigere Ergebnisse für eine genaue Diagnose. Oft finden Labormediziner auch deutliche Entzündungszeichen in der Blutprobe. Neben der Harnsäurekonzentration im Blut begünstigen zu hohe Cholesterinwerte die Entwicklung einer Gichterkrankung. Diese Werte lassen sich beim zweijährlichen Check-up 35 feststellen.

 

Quelle:

Deutsche Gicht-Liga e.V.

 

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Blutzucker- und Cholesterintests

 

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