Darmkrebsmonat März: Alkohol steigert Darmkrebsrisiko

Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Zu den stärksten Risikofaktoren für die Erkrankung gehört Alkohol. Studien zufolge erkranken Vieltrinker doppelt so häufig wie Menschen, die nur gelegentlich Alkohol konsumieren

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Bier und Wein – das lass sein

Experten sind sich einig: Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen hohem Alkoholkonsum und Darmkrebsrisiko. So steigert bereits der Konsum von 100 Gramm Alkohol pro Woche die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken, um 15 Prozent. Ein Standardglas Bier oder Wein enthält je rund zehn bis zwölf Gramm reinen Alkohol. Ein Vergleich verschiedener Studiendaten zeigt zudem, dass die Gruppe der stärksten Konsumenten im Vergleich zu den Probanden mit dem geringsten Alkoholkonsum ein um rund 50 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko aufweist. Ob Bier, Spirituosen oder Wein: Die Art des alkoholischen Getränks ist dafür nicht ausschlaggebend. Es kommt allein auf die Menge des konsumierten Alkohols an.

Darmkrebsvorsorge für alle wichtig

Ob viel oder wenig Alkohol – Vorsorgeuntersuchungen sind für alle wichtig. Frauen und Männer ab 50 Jahren können jährlich einen Stuhltest auf verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl in Anspruch nehmen. Hintergrund: Darmtumore und ihre Vorstufen bluten häufig. Das Blut wird mit dem Stuhl ausgeschieden – meist nur in ganz geringen Mengen. Daher erkennen Betroffene mit dem bloßen Auge das Warnzeichen nicht. Seit April 2017 ist der immunologische Stuhltest (iFOBT) vorgeschrieben. Das Verfahren nutzt Antikörper, die sich nur an den menschlichen Blutfarbstoff binden. Studien bescheinigen dem Testverfahren eine hohe Zuverlässigkeit. Ab 55 Jahren haben die Versicherten dann Anspruch auf bis zu zwei Früherkennungskoloskopien im Abstand von zehn Jahren oder alle zwei Jahre auf den iFOBT.

 

Quellen:

Ärztezeitung

Krebsinformationsdienst des DKFZ

 

 

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