An Grippe-Impfung denken

Der Oktober ist die beste Zeit, um sich gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Doch immer noch nutzen zu wenig Menschen diese Möglichkeit, sich zu schützen. Das gilt auch für Risikogruppen wie chronisch Kranke, medizinisches Personal und Schwangere. Fachmediziner*innen raten auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zur Grippe-Impfung: Wer an Grippe erkrankt, trägt ein mehr als doppelt so hohes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2.

Älteres Paar putzt sich bei Herbstspaziergang zur Grippeimpfung  die Nase.
Drubig Photo | Adobe Stock

Grippe ist kein harmloses Fieber

Letztes Jahr kam es wegen der Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsregelungen und Kontaktsperren nur sehr selten zu Grippe-Infektionen. Ärzt*innen beobachten jedoch im Zuge der Corona-Lockerungen, dass sich die Infektionsraten mit Grippe  wieder auf das normale Niveau hochschrauben. Das birgt Risiken: Die Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine
ernstzunehmende Erkrankung. In Deutschland sterben je nach Schwere der Grippewelle jedes Jahr mehrere Hundert bis über 20.000 Menschen an der Infektion. Darauf weist die BZgA auf ihrem Info-Portal www.impfen-info.de hin.

40 Prozent Geimpfte sind zu wenig

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Grippe-Impfung insbesondere Menschen ab 60 Jahren, Vorerkrankten, Schwangeren und medizinischem Personal. Für gesunde Menschen unter 60 Jahren und Kinder gibt es keine ausdrückliche Empfehlung, die Stiko rät aber auch nicht davon ab. Aktuelle liegt die Impfquote bei den Menschen, für die sie empfohlen wird, bei 40 Prozent.  Wünschenswert wäre hier eine Quote von 70 Prozent.

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