# 04 Antibiotika-Resistenzen verhindern

Seine vierte Mission führt D-Man mitten in eine der dringendsten Aufgaben moderner Diagnostik: die heilsame Wirkung von Antibiotika erhalten! Weltweit und auch hierzulande sprechen immer weniger Bakterienstämme auf die bewährten Wirkstoffe an. Doch die Labordiagnostik kann ihren Teil dazu beitragen, dass eines der schärfsten Schwerter der modernen Medizin auch scharf bleibt. Mit ihrer Hilfe lassen sich Viren von Bakterien unterscheiden, Bakterienstämme genau bestimmen und so das wirksamste Antibiotikum verordnen und mit intensiven Laborkontrollen die Ausbreitung multiresistenter Keime verhindern.

Viren oder Bakterien?

Gegen Erkältungs- und andere Viren sind Antibiotika machtlos. Wenn bei viralen Infektionen also Antibiotika eingenommen werden, dann hilft es nicht - sondern schadet. Denn die unnötige Einnahme von Antibiotika verschärft die Entwicklung von Resistenzen.

 

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Klinikkeimen auf der Spur

Jüngste Daten aus dem Robert Koch-Institut zeigen: Immer öfter werden bei Krankenhaus-Patienten multiresistente Keime nachgewiesen. Bei den betroffenen Patienten fallen die meisten bislang wirksamen Antibiotika als Therapieoption aus - das kann lebensgefährlich werden.

 

Mehr zu multiresistenten Keimen

Erst Diagnositk - dann Therapie

Über 290.000.000 Tagesdosen Antibiotika werden in Deutschland pro Jahr verordnet - auch wenn dies medizinisch häufig nicht angebracht ist. Das kann zu Nebenwirkungen für die Patienten führen und fördert die Resistenzbildung der Keime. Deshalb gilt bei Antibiotika die "goldene Regel": So gezielt wie möglich und so wenig wie nötig. Patienten können außderm durch die korrekte Einnahme von Antibiotika mithelfen, Resistenzbildungen zu vermeiden. 

 

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Das richtige Antibiotikum finden

Verschiedene Erreger - unterschiedliche Behandlungsstrategien. Mit ihren speziellen Wirkmechanismen können spezielle Antibiotika ganz bestimmte Bakterien außer Gefecht setzen. Der Schlüssel zum Therapie-Erfolg: ein Antibiogramm. Vor Beginn der Therapie testen Mediziner in der Petrischale, welcher Wirkstoff den Erregern tatsächlich Beine macht. So lassen sich unnötige Behandlungen mit wirkungslosen Antibiotika-Klassen verhindern.

 

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