Wintertzeit: Infektionen bei Kindern

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Infekte, Windpocken, Krätze: Winterzeit ist Hochsaison für infektiöse Mitbringsel aus der Schule. Eltern machen sich rasch Sorgen. Die gute Nachricht: Die meisten Krankheiten sind für den Nachwuchs nicht schwerwiegend. Auf häufige Fragen, wie lange die Kleinen ansteckend sind oder wie sich Komplikationen vermeiden lassen, sollten Ärzte und Praxismitarbeiter jedoch eingestellt sein.

Vorerkrankungen bei Fieber berücksichtigen

Das Klassenzimmer ist nicht nur eine Brutstätte des Wissens und der Sozialkontakte, sondern auch vieler Erreger und Krankheiten. Gerade jetzt im Winter in der Hochsaison für Grippe und Erkältungen füllen sich rasch wieder die Wartezimmer der Kinderärzte, Kinderambulanzen und Notaufnahmen. In circa 70 Prozent aller wahrgenommenen Termine beim Hausarzt wird wegen uncharakteristischen Fiebers beraten. Mediziner weisen darauf hin:  Neugeborene und Kinder mit bestimmten Einschränkungen wie Immunschwäche, hämatologischen Erkrankungen und angeborenen Herzerkrankungen haben eine dreifach erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine schwere bakterielle Infektion.

Impfung gegen Windpocken schützt effektiv vor Ansteckung

Zu den typischen Winterinfektionen bei Kindern gehören auch Windpocken. Die Erreger sind äußerst virulent, fast jeder Kontakt mit Erkrankten führt zur Ansteckung. Säuglinge und Kleinkinder müssen bei einer Infektion mit dem Varizella Zoster-Virus häufig ins Krankenhaus eingewiesen werden. Eltern können ihr Kind durch eine zweimalige Impfung vor einer Infektion mit Windpocken sicher schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung im Alter  von elf bis 14 Monaten zeitgleich mit der ersten Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder frühestens vier Wochen danach. Eine zweite Impfung vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung vervollständigt die Immunisierung.

 

Quellen:

Deutsches Ärzteblatt

Medscape

BZgA impfen-info