Tabakentwöhnung: Diabetes-Risiko im Auge behalten

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Mit dem Rauchen aufzuhören, zählt zu den Klassikern bei den guten Vorsätzen. Die Bemühungen zur Tabakentwöhnung schlagen sich oft auf der Waage nieder. Einer Studie zufolge nimmt dadurch auch das Diabetesrisiko zu. Bei aufmerksamer ärztlicher Begleitung ist dies jedoch kein Grund, weiterhin zu rauchen.

Bei Rauchstopp auf Gewicht achten

Wenn Ärzte Patienten dabei begleiten, vom Glimmstängel abzulassen, sollten sie das Gewicht der Betroffenen genau im Auge behalten. Je nach Umfang der Gewichtszunahme steigt das Risiko, Diabetes zu bekommen. Eine Analyse von drei großen prospektiven Kohortenstudien (Nurses‘ Health Study, Nurses‘ Health Study II, Health Professionals Follow-up Study), in denen regelmäßig Rauchstatus, BMI und Gesundheitszustand erfasst wurden, zeigt: Im Vergleich zu aktiven Rauchern hatten Exraucher, die vor zwei bis sechs Jahren aufgehört hatten, ein um 22 Prozent höheres Erkrankungsrisiko. Nahmen die Probanden fünf bis zehn Kilogramm zu, lag das Diabetesrisiko um 36 Prozent, bei Gewichtszunahme von mehr als zehn Kilogramm sogar um 59 Prozent über dem der weiterrauchenden Kohortenmitglieder.

Ab 18 Kilogramm extra schwindet kardiovaskulärer Vorteil

Auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit profitiert den Studiendaten zufolge von einer möglichst moderaten Gewichtszunahme im Zuge der Rauchentwöhnung. Das Risiko für einen kardiovaskulären Tod reduzierte sich nach der Tabakentwöhnung in allen Gewichtsgruppen stark: Bei den seit Kurzem Abstinenten ohne Gewichtszunahme um 31 Prozent, bei denen mit Gewichtszunahme um 53 Prozent (+0,1–5,0 kg) bis 75 Prozent (+5,1–10,0 kg) und bei den Langzeitabstinenten um 50 Prozent. Eine Ausnahme bildete die kleine Gruppe der Exraucher, die mindestens 18 kg Körpergewicht zugelegt hatten: Bei ihnen erreichte die Sterberate am Ende fast wieder das Niveau der Raucher.

 

Quelle:

Ärztezeitung